Nachdem der "alte" Zunftrat eine richtungsweisende Abstimmung anlässlich der GV 2010 verloren hatte, trat er nicht nur in globo zurück, sondern auch aus der Zunft zur Emme aus. Einzig Bitzi Urs, der bis dahin als Kassier waltete blieb der Zunft zur Emme treu. Rogger Walter wurde anlässlich der gleichen GV einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt und es gelang ihm bewährte Kräfte um sich zu scharen. Foto Rolf Willimann (rowi, Die Region)
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Vor der GV 2010
Die Aussage: "Wir verstehen uns nicht als Fasnachtszunft" war missverständlich. Grundsätzlich ging es darum, das Engagement an der Fasnacht zu reduzieren.
Wie viele Vereine hat auch die Zunft zur Emme Schwierigkeiten Neumitglieder zu werben. Man führte das darauf zurück, dass die Leute fürchteten, zum Zunftmeister gewählt zu werden, ein Amt das bis dahin nicht nur kosten-, sondern auch zeitintensiv war. Das war der Grund, das Amt des Zunftmeisters aus den Statuten zu streichen.
Heimbesuche, als Teil des karitativen Wirkens, wollte man in die Sommermonate legen und ohne Zunftmeister abwickeln.
Heute gültig
Selbstverständlich stehen wir zur Ämmer Fasnacht und wollen dieses Brauchtum zusammen mit dem Emmer Fasnachtskomitee, dem OK Toggeli, den Guggenmusiken, den vielen Bastelgruppen, den Kulturfasnächtlern, den Yazzi's usw. pflegen. Aufgrund der kleinen Anzahl von Leuten müssen wir uns natürlich auf ein paar wenige Engagements konzentrieren.
Der Zunftmeister ist eine zentrale Figur einer Zunft, ungeachtet wo deren Schwergewichte bei Interessen und Tätigkeiten liegen. Verzichtet man darauf, entzieht man der Zunft die Integrationsfigur schlechthin. Der Weg muss dahin führen, dass das Zunftmeisteramt weniger zeitintensiv und für den Amtsträger, auch wenn er nicht als "reich" gilt finanziell verkraftbar ist.
Die Besuchsvorgaben in den Betagtenzentren für das Jahr 2010 waren bereits gegeben. Die "Bescherungen" in den beiden Heimen fanden in Form von Grillieren mit den Senioren statt. Natürlich hatten die Seniorinnen und Senioren Freude an dieser Abwechslung. Die Anlässe waren gelungen und dennoch - der eine betagte Mann oder die betagte Frau fragte scheu nach dem Zunftmeister und warum man denn an der Fasnacht nicht auf Besuch war.
Wir wollen den Seniorinnen und Senioren, aber auch den Kindern in der Heilpädagogischen Schule (HPS) die Fasnacht ins Haus bringen und zwar durch den Zunftmeister!
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